Dominikanische Republik

Vor uns erscheint die Dominikanische Republik

Nach fünf Nächten und sechs Tagen auf See und es war herrlich, sehen wir endlich die Umrisse der Dominikanischen Republik. Obschon unsere Zeit auf dem Karibischen Meer sehr beeindruckend und schön war, waren wir froh, endlich eine Insel zu sehen. Die Verhältnisse in den letzten Tagen auf dem offenen Meer waren herrlich. Genau so sollte es immer sein. Das segeln!!!

Kann mir sogar eine „warmwasser“ Dusche genemigen. Genügend Strom und Wasser!!!

Der Wind der Seegang und die Welle, das Wetter und unsere Stimmung glänzte auf höchster Ebene. Nach den ersten 24 Stunden mit einem Strömungsversatz von bis zu 3.2 Knoten Richtung Nord, die uns wirklich die Reise nicht vereinfachte, drehten die Bedingungen zu unseren Gunsten. Und die Bedingungen zu unseren Gunsten waren nicht nur gut, nein sie waren für unsere Magellan genau die optimalen. Ideale Verhältnisse und eine Reise voll Genuss.

…die Dom Rep Flagge hängt schon einige Tage vor Ankunft im Schiff. Freude herrscht…

Abgesehen von meinen schlaflosen Nächten. Meinen andauernden Schweissausbrüchen. Einem May-May und einem grossen Barrakuda die wir nicht bis ins Boot brachten war unsere Zeit wirklich toll. Das karibische Meer zeigt sich von seiner harmlosen Seite. Auch die angenehme See hat natürlich die Fahrt um einiges erleichtert. Das kochen wie auch sonstige Tätigkeiten an Bord machen den Alltag definitiv einfacher wenn die See nicht so rau ist. Die beiden Fische die wir nur bis zum Boot, leider nicht hinein brachten, liessen unseren Adrenalin heftigst hochpumpen. Damit der danach rasant ins leere fallen kann. Sprachlos und mit viel Unverständnis sind unsere Blicke nach einem verhauenen Fang. Denn einen grossen Fisch zu drillen ist das eine. Ihn dann mit dem Gaff ordentlich aufzuspiessen und ins Boot zu hieven das andere. Die „Blutschlacht“, die ist je nach Fisch und dessen Gezappel riesig, von der will ich gar nicht erzählen. Doch auch da haben wir schon unsere Technik, welche uns bis anhin wirklich wenig Blut ins Cockpit brachte. Doch auf der jetzigen Etappe, von Martinique nach Dom. Rep. War das Glück, die Fische richtig zu gaffen nicht auf unserer Seite. Dabei hatte Tom einen riesen Kampf mit dem „meterigen“ Weissspitzen Barrakuda. Kampfmaschine wäre wohl der bessere Ausdruck für diesen Fisch. Egal, wir wollen nicht mehr darüber nachdenken. Verhauen ist verhauen. Zuerst der May-May welcher ich drillte. Zwei Tage später Käpten Tom’s Barrakuda. Und tschüss, auf und davon. Statt des Fischfilets gab es dann Pizza und das andere mal ein Curryreis mit Speckwürfeli und vielen Früchten in der Sauce. Vom Fisch konnten wir ansonsten nur träumen bei der Überfahrt. Und erschwerend dazu kommt ja noch das viele Saragossa-Gras. Alle 10 Minuten muss der Köder eingezogen, kontrolliert und wieder neu gesetzt werden. Nicht das diese Arbeit sehr schwer ist, nein es ist aber nervig wenn ich beim rein drillen des Köders feststelle das ich Saragossa-Gras spazieren fahre. Denn so beisst ja kein Fisch. Und wenn Tom und ich beide einen Köder setzten beginnt die Wettfischerei. Beide wählen sich einen Köder, je nach „Gusto“ und los geht die Fischerei.
Wir halten seit 5 Tagen guten Kurs. In der Segelsprache heisst es wir fahren einen Anlieger. Also Kurs voraus liegt die Dominikanische Republik. Genau gesagt segeln wir die Marina von La Romana an. Marina Chavon in Casa de Campo dort soll unser Ziel sein. Dort wollen wir einklarieren und unsere ersten Schritte bei den spanisch sprechenden „Latinos“ machen. Die Vorfreude ist riesig.

…Tom hievt die Dom Rep Flagge. Zudem die gelbe Flagge da wir noch nicht einklariert sind.

Dominikanische Republik, eine grosse Insel taucht am sechsten Morgen vor uns auf. Unsere Magellan hat ein weiteres mal gute Arbeit geleistet. Alles in bester Ordnung mit Schiff und Crew.

Gesegelte Strecke von Martinique in die Dominikanische Republik nach Casa de Campo.