Dominikanische Republik

Natur Pur…wortwörtlich!!!

Nichts einfacher als dass! Eine Unterschrift unter mein Protokoll, eine Unterschrift vom jungen Unfallverursacher und ein Stempel vom Polizisten.

Unser Dokumenten Nummer, haben wir vom Polizisten bekommen. Wichtige Akte 117!!!

Die gesamten Dokumente kopieren lassen, was natürlich von uns „Touristen“ bezahlt werden musste. Keiner sonst hatte Geld mit dabei. Im Polizeigebäude selber ist anscheinend kein Kopiergerät vorhanden. Also musste der Junge Lenker mit allen Papieren und Ausweisen ein Kopiergeschäft aufsuchen. Als er nach wenigen Minuten schon wieder da war staunten wir nicht schlecht. Und 30 min später war die Sache auf der Polizei auch schon beendet. Unser kaputte Kia wurde aufgeladen und nach Boca Chica gebracht. Im selben Atemzug stand ein neues Mietauto vor der Tür. Im Grossen und Ganzen klappte alles einwandfrei. 
Unsere Reise durch die Dominikanische Republik konnte also weiter gehen. So haben wir uns endlich weiter Richtung Samana auf den Weg gemacht. Uns dort auch tatsächlich auch die „Baccardi-feeling“ Insel angeschaut und uns im Meer erfrischt. Das absolute „high live“ in Samana war jedoch unser Hotelzimmer. Dreibettzimmer mit warmer Dusche. An bester Lage für nur 30.- Sfr. Da hätte ich alleine für die warme Dusche 30.- Sfr. bezahlt. Denn warm duschen gibt es hier nicht.
El Limone ein Ort der sich nur wenige Kilometer von Samana befindet, soll sehr lohnenswert sein um einen Besuch am Wasserfall zu machen. 80 Meter soll das Wasser herunterfallen. Gutes Schuhwerk ist im Reiseführer empfohlen. Das einfachste jedoch sei, wenn mann sich ein Pferd mietet und zu den Wasserfällen hin reitet. Es soll nämlich drei Stück in dieser Region geben. Also wollen wir uns minimum einen anschauen. Doch schon beim parkieren in El Limone werden wir von Tour-Gide’s überrumpelt. Wir aber entscheiden uns dafür, den Weg zu den Wasserfällen zu gehen, nicht zu reiten. Obwohl die Gide’s mit ihren dunklen Körpern keine schlechte Falle abgeben. Jeder von denen bewegt ein Pferd vor oder hinter sich. Auf den Pferden sitzen zu unserem Erstaunen oft junge Frauen. Gekleidet nur im Bikinioberteil in knappen Höschen. Da muss eine ganze Schar solch junger „Püppchen“ freigelassen worden sein. Es hat jedoch auch Familien und andere Touristen mit im Geschehen. Doch die Anzahl der jungen Frauen überwiegt. Dass fällt uns schon zu Beginn auf als wir unseren Fussmarsch loslegten. Auch wir hatten ein junges Girl, welches unser Gide war mit bei uns. Anscheinend ist es gar nicht erlaubt ohne Guide an die Wasserfälle zu gelangen. Machbar wäre es alle weile doch würde dann keiner was verdienen. Also sind wir mit unserem 16 Jährigem Girl und dessen 9 jähriger Nachbars Tochter losgezogen.

Unsere Begleitung, die 16 jährige Guide(in) und ihre Nachbars Tochter.

Natürlich in Flip Flops, dass war unser gutes Schuhwerk! Im Nachhinein wären wir mit Turnschuhen auch nicht besser bedient gewesen. Die Schuhe jedes mal aus tiefem „Matsch“ zu ziehen wäre auch keine optimale Lösung gewesen. So haben wir also in Flip Flops den steilen, rutschigen Weg, welcher von den Pferden kaputt getrampelt ist mit vielen Zwischenstops gut gemeistert. Die Pflanzenvielfalt hat mich erstaunt und unsere junge Guide(in) hat viel Ahnung über die Pflanzen der Umgebung. Die einzigen Fussgänger waren wir weit und breit. Zudem die einzigen die in Flip Flops unterwegs sind. Alle andern kamen hoch zu Ross an uns vorbei und hatten immer gutes Schuhwerk an. Bikinioberteil dafür gutes Schuhwerk!!! Unsere spannende Kletterpartie führte uns dann tatsächlich an einen Wasserfall der Sorte Wunderschön. Bevor wir jedoch bis ganz nach unten kamen standen uns dutzende Pferde im Weg, denn unser Fussmarsch führte uns direkt zwischen dem „Pferdeparkplatz“ hindurch. Und den vielen Pferden an, die da unten stehen, muss die Besucheranzahl der Touristen gross sein. Zudem dass zu jedem Besucher noch ein Guide kommt. Wir bezahlen beim letzten Stück noch Eintritt. Eintritt um die Schönheit des Wasserfalles, mitten in der Natur von unten im ganzen Ausmass geniessen zu können. Abgesehen vom Plastikabfall, der auch hier seine Spuren deutlich hinterlässt. Für was genau die Eintrittsgelder sind wissen wir auch nicht so genau. Auf jeden Fall wird weder die Natur sauber gehalten, noch ist Treppe nach unten in Stand gesetzt. Und die Stufen sind aus Naturboden, rutschig und unsicher jeder Schritt.
Endlich, nach 1.5 Stunden „Matschmarsch“ einigen rutsch und Flip Flop Rettungsmanövern stehen wir am Becken des wirklich schönen Wasserfalles von El Limone auf der Halbinsel Samana. Das Wasser schimmert grün und blau und stürzt aus einem Grünen in Pflanzen gehülltem Schlund. Die steilen Felswände sind überzogen diversen Arten von verschiedenen Farnen und Moosen.

Wirklich eine wunderschöne Landschaft….Natur pur…

Eindrücklich auch der Wassertopf der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Denn schon die frische Gischt, die uns fest im Griff hat, hat es zusammen mit dem Wind in sich. So erscheint es uns, im Wasser wird es bestimmt wärmer sein als hier draussen am Becken, wo einem die Gischt die Feuchtigkeit an den ganzen Körper spritzt. Ich traue jedoch meinen Augen kaum als ich meinen Blick zum Wasserfall Becken richte. Statt dessen dass die vielen Touristen und Einheimische am baden sind, schmusen sie rum. Hängen aneinander wie Mutter Affe mit Kind. Rund herum dutzende von andere Touristen so wie wir. Sich den Weg zwischen den Touristen-Girls welche weit über 30 Jahre alt waren, und den Local’s die doch wesentlich jünger scheinen, in das Wasserbecken zu suchen war eine eher knifflige Aufgabe. Und da ich natürlich nur gutes Schuhwerk, also meine Flip Flops mit hatte und auch nicht an die Badehose gedacht habe, machte ich mich mit meinem T-Shirt und meiner Unterhose auf zum Baden. Oben ohne ist in der gesamten Karibik ein Tabuthema. Warum habe ich noch nicht herausgefunden. Ich sehe das etwas lockerer, habe nicht viel, also gibt es auch nichts zu glotzen. Die Insulanerinnen, also die Frauen hingegen hier in der Karibik schleppen meist einen sehr grossen Vorbau mit sich herum. Und wo viel ist, kann viel hängen…und dass wird das Problem genau dieser Frauen sein. Die Kleider sind immer eng und knapp. Der Busen meist zur Hälfte ausserhalb des Kleidungsstückes, aber oben ohne ist ein „no go“! Für mich definitiv die falsche Einstellung aber egal. Ich steige also mit meinem T-Shirt ins Wasserbecken. Vorbei an den „ständertragenden“ Jungs und den geschminkten sexy wirkenden Girls, ins frische kühle Wasser. Auch Tom bewegt sich ins Wasser nur Jessica steht draussen und bestaunt das rege Treiben. Zusammen mit unserer freundlichen Führerin machen sie sich über die sex Gierigkeit der Damen und Herren lustig. Natürlich kennt unser Girl alle männlichen Guide’s. Die sind alle aus ihrem Dorf oder aus der Region. Die einen Pärchen verschwinden sogar in die Natur, um zwischen Pflanzen und Abfall ein kleines „quikerchen“ zu machen. Wenn dann so ein Pärchen aufbricht in Richtung Einsamkeit, wird es von allen gesehen und die Sprüche über das gesamte Areal verteilen sich. Tja da gibt es Girl’s die lassen es zu und bei den anderen steigt der Local enttäuscht und unbefriedigt zum Wasser hinaus. Jedoch mit Ständer stehen sie alle da. Und gezeigt wird die pralle Hose offensichtlich gerne. Es ist also nicht nur in Boca Chica ein ausmass an Sexualität das gelebt wird, nein auch hier in der Natur wird Natur pur gelebt.
Wo ich mich dann wieder zum Wasser heraus bewege und mir mein T-Shirt kurz ausziehen will um es auszuwinden. Sogleich meint unsere junge Guide(in) das tut man eigentlich hier nicht. Ich kann darüber doch wirklich nur lachen. Die Bumsen sich hier öffentlich die Seele aus dem Leibe und ich sollte mein nasses T-Shirt nicht ausziehen um es auszuwinden. Ist ja wohl ein Witz. Zudem ist mir der Wind viel zu kalt um in einem triefend nassen Shirt da herum zu stehen. Da kennen die mich aber schlecht.

Oben angekommen haben wir eine Erfrischung im Restaurant verdient.

Die Kletterpartie zurück zum Auto war genau so spannend. Gelohnt hat sich der Ausflug auf jeden Fall. All das Erlebte von den letzten drei Tagen müssen wir nun erst mal wieder verarbeiten. Action pur!!!