Vor der Reise

9.00 los geht unsere Fahrt in Küsnacht…

… noch eine Nacht nicht geschlafen. Draussen regnet und schneit es immer noch. Trifft sich gut, denn wir müssen nun los Richtung Tessin. Habe gestern Abend noch vom Eugenio bescheid bekommen. Er ist trotz Schneefall und Regenschauer gut ins Tessin gekommen. An unserem Schiff wird es nun kein bisschen Schleifstaub mehr haben. Nach so viel Regen wird es gut abgespült sein. Ich dachte mir nach dem guten Bescheid vom Eugenio aus dem Tessin, werde ich bestimmt gut schlafen, tauschte. Ich so wie auch Tom haben so quasi nichts geschlafen.
Wir sind mittlerweile so ausgelaugt und übermüdet, das kein grösseres Unglück mehr zu tragen währe. Also aufgepasst auf uns.
Die Fahrt zum Gotthard wahr wie im tiefsten Winter. Schneefall extrem! Stau vor dem Tunnel wie immer. Ansonsten alles gut gefahren.
Im Tessin bei Eugenio und unserem Schiff angekommen. Die Fahrt im Konvoi kann kann beginnen. 
Die erste Strecke Richtung Grenze war einwandfrei.
An der Grenze standen bestimmt 200 LKW’s die alle abgefertigt werden müssen. Wow, welch ein Schock für Tom und mich. Dies bedeutet schon wieder Wartezeit. Ich überholte Eugenio im Wissen, der steht nun mal hinten in den „Stauwarteräumen“ für LKW’s. Keine Ahnung wie lange..aber bestimmt lange! Also werden wir nach Goldrerio, letzte Autobahnraststätte vor der Grenze fahren. Dort auftanken und einen Kaffee trinken. Haben ja bestimmt genug Zeit.
Falsch gedacht.
Wie auch immer Eugenio es geschafft hat…wir hatten gerade den Kaffee bestellt, zum Glück vorher das Auto vollgetankt…klingelte mein Handy. Eugenio dran und fragt wo wir stecken. Er hätte die Grenze längst hinter sich und stehe nun vor der ersten Zahlstelle in Italien. Dieser Mann hat wohl den Zauberstab bei sich. Ruck zuck, mit heissem Kaffee in der Hand machten wir uns sofort los Richtung Grenze.
Auch wir passierten die Grenze problemlos und an der ersten Zahlstelle stand da auch immer noch der Sattelschlepper mit Magellan. Da standen wir dann noch weitere 90 min. nur dies wussten wir noch nicht in dem Moment.
Der Regenfluss zeigte sich nach wie vor von seiner schlimmsten Seite. Es schüttete seit stunden wie aus Kübeln!
Wir standen und standen an der Zahlstelle. Irgend so ein „Zettel“ fehlte in den Dokumenten. Wo wir doch alle o.k.’s bis für die Durchfahrt bis nach Lignano/Udine hatten. Nun fehlte trotz positiven Entscheiden für die Strassenbewilligungen immer noch was. Für uns „Schweizer“ fast nicht zu glauben.
Eugenio mit Zauberstab hatte dann die 1A Idee. Er stieg zu mir ins Auto. Gemeinsam fuhren wir dann Richtung Mailand. Er meinte; an der Stadtgrenze würden wir jemanden treffen. Der kommt von der Stadtmitte her, mit dem Auto und bringt uns das fehlende Formular. Wie gesagt so getan. Fahrt Richtung Mailand, Zahlstellen, Regen, Warten, tatsächlich kam der Typ (Vollblut Italiener) das ganze wieder zurück..Zahlstellen, Regen und es klappte!!!
Ja, danke Eugenio… wir wahren durch und weiter geht die Fahrt durch Italien. Strassen gut, Verkehr total überlastete Strassen, Regen nach wie vor enorm. 80 km/h mit Drehlichter vorne und hinten, so sieht unser Sattelschlepper aus.
Mailand „Rush hours“…uiiiiiuiiiiuiii…
…weiter Richtung Venedig sehr viel Verkehr nach wie vor. Die ersten zwei Spuren werden von LKW’s befahren. Wenn die Autobahn vierspurig ist dann geht es gut. Zwei spuren LKW’s und zwei Spuren Autos. Bei drei Spuren geht das gleich. Die ersten zwei Spuren LKW’s und eine Spur Autos. Sind die Autobahnen dann aber nur noch zweispurig hast du als Autofahrer ein Problem. Dann bist du definitiv im Weg.
So ging das Stundenlang. Mit 80 km/h hinter meinem Schiff her fahren. Es Regnet in Strömen, ich bin für die anderen LKW Fahrer anscheinend andauernd im weg, mit meinem gelben kleinen „Flitzer“ (Nissan 100NX).

Nach Mailand, Richtung Venedig kam bei mir so langsam das Gefühl auf, es geht schon alles gut. Zudem ich hab ja Eugenio und der richtet das schon alles! War ein wirklich gutes Gefühl, nun endlich auch zu spüren, ich hab mein Schiff in sehr professionelle Hände abgegeben. Doch waren wir nach wie vor im strömenden Regen unterwegs. Es wollte wohl auch hier südlich nicht aufhören zu regnen. Welch Mistwetter!!! Schlechter hätte es wirklich nicht kommen können. Egal, Lignano… wir kommen. Nach Venedig, war dann 21.00 Uhr, nahm der Verkehr doch endlich ab. Ich fühlte mich nicht mehr ganz so klein, wie zuvor zwischen all den grossen „Brummi’s“ meist aus Osteuropa.
Die Fahrt von Venedig Richtung Triest war für mich dann eher nur noch eine Sache des Durchhaltens. Das Schlimmste war mittlerweile die Drehlichter von Eugenio’s Tieflader. Nach 9 std Fahrt, hinter seinem Gefährt blitzt es nur noch in den Augen. Total anstrengend und nervig.
Endlich um 22.00 kamen wir im schönsten B&B an wo ich jemals übernachtete. Wunderschön das Ambiente. Auch die Herzliche Aufnahme von Monica die Chefin von der Casa Voltan, wunderbar. 
Und wir haben sooooo gut geschlafen!!!
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