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…wir sind dann mal weg!

Es kommt nicht darauf an woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt…….

…dieser und andere „gute“ Vorsätze begleiten uns.

Der Traum ist endlich Wirklichkeit, und unser Segeltrip in das nächste „Lebensabenteuer“ kann beginnen.

Die Arbeit am Schiff war enorm, die Vorbereitungen akribisch, die Planung dauerte Jahre, die Vorfreude ohne Grenzen, unsere Energie immer öfter am Ende, das Durchhaltevermögen super gut, Käpten Tom’s Planungs- und Umbauarbeiten unglaublich, Freiheitsgefühl Faktor gigantisch, Mut mal mehr mal weniger.

Das Schiff die Magellan ist bereit für die grosse Fahrt. Mal schauen wie es ihr in der Adria, im Mittelmeer, und dann auf dem Atlantik so taugt. Ob es ein geschmeidiges segeln oder doch eher ein Trip ähnlich eines Rodeo’s gibt. Wir werden es sehen und fühlen, wie gut sich unsere „antike Dame“  auf den Ozeanen macht. Es wird auf jeden Fall spannend.

Den schweizerischen Flaggenschein zu bekommen war eine Herausforderung für sich. Wir waren dank eines informativen Dossiers, welches uns ein Freund im Jahre 2010 erstellt hatte gut vorbereitet.  Was von uns dann abverlangt wurde war enorm. Bewilligungen, Abnahmen, Zertifikate, Versicherungsnachweis, Ingenieurbüro für die Schiffsabnahme, Leumundszeugnis, Erwerbscheine und weitere diverse Ausweise. Alles in doppelter und dreifacher Kopie. Zu senden an diverse Büro’s verteilt in der gesamten Schweiz. Das spannende daran, die Gemeinden und der Bund arbeiten am effizientesten, beim Kanton ging alles etwas länger.

Die zuverlässige Schweizer Bürokratie arbeitete reibungslos. Es dauerte mal länger mal weniger lang. Gekostet hat alles enorm viel Geld.

Dafür besitzen wir nun den schweizerischen Flaggenschein und dürfen offiziell die Schweizer Flagge am Heck hängen haben. Das wichtigste für uns, wir haben Anspruch auf Schweizer Gesetze an Bord. Natürlich interessiert das keine Piraten, (mit denen will ich ja auch nichts zu tun haben). Für alle sonstigen Zoll- und Hafenbehörden mit denen ich unweigerlich zu tun haben werde, gilt auf unserem Schiff die schweizerische Gesetzgebung!

Januar 2017. Endlich war die jahrelange Baustelle zu Ende. All unsere Vorstellungen über Komfort, Notwendigkeit, was ist Luxus und worauf können wir durchaus gut verzichten, waren umgesetzt. Alles eingebaut, verarbeitet, funktionell und so praktisch wie überhaupt nur möglich.
So steht sie nun da unsere Magellan. Ein wunderbarer Moment. Alle Pläne und nächtelanges studieren. Abend für Abend  bauen, jede freie Minute, jedes Wochenende, jeder einzelne Ferientag wurde von Tom in den Umbau investiert. Das Ergebnis ein Prachtsexemplar von Schiff.

Das unerwartete kam dann. Alle Pläne waren verarbeitet, umgesetzt, fertig gebaut war das Schiff und Käpten Tom zum ersten mal „Planlos“!

Eine neue Strategie musste her und zwar schnell…
Baustelle aufräumen war nun angesagt und der nächste Plan.

Das aussortieren des Werkzeuges. Was kann/muss/darf/soll mit auf’s Schiff und worauf können/müssen wir verzichten. Geschätzte 3’000’000 Schrauben in allen Varianten, Muttern, Unterlagsscheiben in Chromstahl A4 oder eben nur in A2, in Messing oder Kupfer. Alles im Elektrisch- und Elektronischen-, Sanitär oder Heizungsbereich aussortieren. Was kommt mit, was findet keinen Platz an Bord und muss weg. Welche Maschinen werden wohin verkauft. Wer kann mit welchem überschüssigen Material noch was anderes bauen. Diese aufräumt Aktion war sehr „emotional“.  Tom musste sich bei so vielem entscheiden mit oder nicht mit.
Vieles oder fast sein ganzes Sortiment an Werkzeug begleitet ihn während seiner 40 Jährige „Schrauberkarriere“.

Das einräumen des Schiffes; ein ganz eigenes Kapitel!

Genial wie gut und praktisch wir umgebaut haben. Jeder Platz wurde optimal ausgenutzt. Unter dem Boden noch ein Boden. Unter der Backskiste noch eine Kiste. Jeder Winkel jede Ecke wurde von uns wirklich gut umgebaut. Das schieben und lupfen, das wenden und drehen. Das rein stopfen und wieder um umkrempeln. Eine Wahnsinns Aufgabe welche ausschliesslich von mir ausgerichtet wurde. Einer muss ja wissen wo alles verstaut ist an Bord. Zusätzlich wird genauestens darüber Buch geführt, was wo verstaut ist. Ansonsten hätte auch ich schon lange keine Übersicht mehr.

Segeln ist wahrscheinlich die teuerste und unbequemste Weise um die Welt zu kommen…….